BdP Stamm Graue Wölfe Friedrichsdorf e.V.

Fahrtenberichte

Die Zukunft ist näher als Ihr denkt...

veröffentlicht im: Der Graue Wolf, Ausgabe 62, April 2000

...denn auf dem letzten Pfingstlager des Stammes Graue Wölfe wagten rund 40 PfadfinderInnen den Sprung in die Zukunft. In der Nähe von Laubach, auf einem Lagerplatz der Pfadfinderschaft Solms, bauten die Jungen und Mädchen ihr Lager auf und bereiteten sich unter einigen Aufbauschwierigkeiten auf ihre Zukunftsreise vor. Am nächsten Morgen war es endlich so weit: In Kostümen verkleidet erkundeten wir unseren Planeten in der Zukunft in zwei Gruppierungen. Hauptaufgabe unserer Erkundungstrupps war es selbstverständlich, Nahrungsmittel zu suchen und die wichtigsten Pflanzen in der Umgebung zu bestimmen.

Während die einen Gruppen sich vegetarische Burger aus Blättern und Kräutern zusammenstellten, versuchte eine Gruppe den freundlich gesonnen Lebewesen ein Huhn abzukaufen – was aber nicht gelang. Dennoch konnten sie einen Eimer Eßbares zusammentragen, dessen Inhalt mit Brennesseln verfeinert wurde.

Nachdem gegen Mittag die Erkundung abgeschlossen war, folgte ein Postenlauf, bei dem schwierigste Aufgaben gelöst und Handel getrieben werden mußte, um das Überleben zu sichern. Die erste Schwierigkeit war es, in dem äußerst schwierigen und unwegsamen Gelände die Posten zu finden, die zum Teil fast unauffindbar waren (entweder war der Posten an der falschen Stelle oder der Posten auf der Karte bei den falschen Koordinaten vermerkt).

Zunächst galt es wichtige Rohstoffe, die in einem See trieben, ans Ufer zu holen. Beim nächsten Posten bauten die Gruppen ein Xylophon aus Holzstücken, um die Kommunikation mit den Einheimischen zu verbessern. Als Belohnung dienten Goldeinheiten, um bei den Handelsposten der Außerirdischen einkaufen konnte (wahlweise konnte man sie aber auch überfallen).

Des weiteren gab es eine Trainingsstation, bei der man lernte, Verletzte (zum Beispiel mit Beinbruch) sicher abzutransportieren. Die Alienhändler hatten folgendes anzubieten: der erste verkaufte Glöckchen, der zweite Nahrungsmittel und der dritte tauschte Zeltmaterial gegen die Glöckchen von Händler 1 (das sollte man allerdings vorher wissen, weil man sonst sehr viel mehr laufen muß!).

Des Abends schlugen unsere Erkundungstrupps ihre Zelte im Wald auf und nur eine kleine Gruppe blieb im Basislager zurück und wartete auf die am nächsten Morgen Zurückkehrenden. In der Zeit beschäftigten wir unsere jungen Rekruten (Meute Panda) mit Trainingsspielen, um sie auf die harten Lebensumstände vorzubereiten.

Nachmittags gab es dann die entscheidende Schlacht zwischen den zwei Gruppierungen. Die einzelnen Gruppen mußten versuchen, möglichst viele Wasserbomben einzusammeln und dem Gegner seine zu klauen. Die Wasserbomben waren über eine große Wiese verteilt, auf der die Schlacht stattfand. Jeder hatte eine Wasserpistole (die Stammesführung und die Lagerplanung hatten natürlich größere Waffen). Daraus folgte, daß mindestens einer baden ging (dies ist wörtlich zu nehmen). Zum Glück schien die Sonne, so daß alle Pfadis schnell wieder trockneten.

Beim abendlichen Grillen wurde nicht nur wieder die Versöhnung, sondern auch noch Hannas Geburtstag gefeiert. Am nächsten Tag wurde abgebaut und aus unerfindlichen Gründen verschwanden die Lagerteilnehmer schneller als geplant.
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